VEREINSGESCHICHTE

Der Ronneburger Fußballsportverein

(von Wikipedia, der freien Enzyklopädie) Der Fußballsportverein Ronneburg ist in der Ostthüringischen Stadt Ronneburg ansässig. Er nutzt das städtische Stadion "Am Westhang" das mit einem Rasenplatz ausgestattet ist.


Vereinsentwicklung

Der FSV Ronneburg führt seine Entstehung bis auf den 1920 gegründeten Arbeiterfußballverein Ronneburg zurück. Dieser nannte sich kurz nach seiner Gründung in Spvg. Ronneburg um.

Nach der Machtergreifung derNationalsozialisten wurde der Verein 1933 verboten, mehrere Vereinsmitglieder schlossen sich dem ebenfalls 1920 gegründeten VfB Ronneburg an. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verbot die sowjetische Besatzungsmacht in ihrer Zone alle Sportvereine, so auch in Ronneburg.
Nach einer Übergangsphase mit provisorisch gebildeten Sportgemeinschaften wurde nach Einführung der Betriebssportgemeinschaften (BSG) in Ostdeutschland durch die Ronneburger Autoräder- und Felgenfabrik am 15.April 1950 die BSG IFA Ronneburg gegründet.

Nach Bildung der zentralen "Sportvereinigung Motor" für den Bereich Maschinen- und Fahrzeugbau wurde die BSG um 1952 in Motor Süd, später BSG Motor Ronneburg umbenannt.

1959 übernahm die SDAG Wismut die Trägerschaft und die BSG erhielt mit Wismut Ronneburg wieder einen neuen Namen. Von Anfang an unterhielt die BSG mehrere Sportsektionen, von denen Handball, Boxen und Fußball am bekanntesten wurden.

Am erfolgreichsten waren die Handball-Männer, die mehrere Jahre in der zweitklassigen DDR-Liga spielten.
Alsnach der politischenWende von 1989 und den damit verbundenen wirtschaftlichen Veränderungen stelle die Wismut die Förderung für die Betriebssportgemeinschaft ein. BSG-Mitglieder gründeten daraufhin 1990 den eingetragenenVereinSSVRonneburg,der im Wesentlichen den Sportbetrieb der aufgelösten BSG weiterführte.

1995 löste sich dieser Vereinwieder auf, und die einzelnen Sportbereiche gründeten eigene Vereine, z.B. ASCRonneburg (Boxen, Judo), HSV Ronneburg (Handball), KSV Ronneburg (Kegeln) und schließlich der FSV Ronneburg für den Fußball.

Entwicklung des Fußballsports

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges spielte sich der Fußball in der damals 8000 Einwohner zählenden Bergarbeiterstadt nur auf Kreisebene ab. Auch nach Kriegsende änderte sich zunächst nichts am Kreismaßstab.

Erst 1952 gelang der BSGMotor Süd der Aufstieg in die zu dieser Zeitviertklassige Bezirksklasse. Ab 1959 versuchte die BSG Wismut mit mehreren Anläufen, sich in der ab 1963 drittklassigen Bezirksliga Gera zu etablieren.

In den Spielzeiten 1959 und 1961/62 blieb es jeweils bei einem einjährigen Gastspiel, erst ab 1967 gelang es der Wismut-Mannschaft, sich für sechs Jahre in der Bezirksliga zu halten. 1973 stieg sie jedoch mit einem 7-Punkte-Rückstand als Tabellenletzter wieder ab.

Danach folgten zwischen 1975 und 1989 noch einmal kurzfristige Aufenthalte in der Drittklassigkeit. Das Ende des DDR-Fußballspielbetriebs erlebte Wismut Ronneburg 1990 mit der Endplatzierung 4. in der Bezirksklasse.
Für ein Spiel machte die BSG Motor 1954 über den Bezirksmaßstab hinaus auf sich aufmerksam. Die Mannschaft hatte sich für den DDR-weiten FDGB-Fußballpokalwettbewerb qualifiziert und traf in der ersten Runde auf den Karl-Marx-Städter Bezirksligisten Motor Zschopau.

Da die Ronneburger eine Klasse tiefer spielten, hatten sie Heimrecht, unterlagen aber trotzdem deutlich mit 1:5 und schieden damit umgehend wieder aus dem Pokalwettbewerb aus.
DenDFB-Spielbetriebab 1990 begann der SSV Ronneburg in der BezirksklasseThüringen. Dem FSV gelang 1997 der Aufstieg in die damals achtklassige Bezirksliga, in der er Anfangs in der Spitzengruppe mitspielte.

Ab 2000 reichte es nur noch für das hintere Tabellendrittel, und 2009 musste der FSV in die Kreisliga (10.Spielklasse) absteigen. 2010 gelang dann der sofortige Wiederaufstieg in die neu gegründete Regionalklasse, in der man 2011 den Klassenerhalt schaffte. Im letzem Jahr derRegionalklasse 2011/12 schaffte man frühzeitig den Klassenerhalt und wurde sogar Achter mit 45 Punkten.

In der Saison 2012/13 spielte man in der neu gegründeten Kreisoberliga Ostthüringen und schaffte den Klassenerhalt mit 35 Punkten, auch in der Folgesaison rettete man sich mit 30 Punkten vor dem Abstieg und wurde Vizepokalsieger des Köstritzer Bezirkspokal in Ostthüringen. Auch die 2.Männermannschaft erspielte sich einen guten 3.Tabellenplatz in der 1.Kreisklasse.

Beide Teams starten in der Saison 2015/16 wieder in Ihren jeweiligen Ligen (Kreisliga / 2.Kreisklasse). Außerdem startet unsere 1.Mannschaft im Köstritzer Kreispokal.